Women’s Day oder die Geschichte der Arbeitnehmerinnenbewegung

Feminismus oder so?

Im Digitalen Wörterbuch der Deutschen Sprache (DWDS)[1] findet man folgende Definition über Feminismus: Strömung(en) und Bewegung(en), die auf der kritischen Analyse von Geschlechterordnungen für Gleichberechtigung, Menschenwürde und Selbstbestimmung von Frauen sowie gegen Sexismus eintreten.

Klingt gut, nicht wahr?

Mir gefällt auch die Erklärung des Begriffes der UN-Sonderbotschafterin für Frauen- und Menschenrechte, Emma Watson Im Feminismus geht es darum, Frauen eine Wahl zu geben. […]. Es geht um Freiheit, um Befreiung und um Gleichberechtigung.[2]

Alles positive Begriffe, aber wieso ist es schwer umsetzbar?

Frauen kämpfen mittlerweile schon seit dem 19. Jahrhundert mit diesen Hürden. Zentrale Themen waren damals bessere Arbeitsbedingungen, gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, Arbeitszeitverkürzung ohne Löhnkürzung, Festsetzung von Mindestlöhnen, Mutterschutz und Schwangerschaftsabbruch.[3]

Irgendwie vertraut, oder?

Einiges haben wir schon umgesetzt, aber viel davon auch nicht. Als Gewerkschafterin setze ich mich für diese gewünschte Gleichbehandlung in jeder Hinsicht ein – sei es Löhne oder Rechte. Aus welchem Grund versucht man mich schlechter zu positionieren? Etwa weil ich weiblich bin?

Warum schreibe ich genau heute darüber? Weil heute der internationale Frauentag ist! Habt ihr gewusst, dass der erste gefeierte Woman’s[4] Day genau vor 110 Jahren in den USA gejubelt wurde?[5] Österreich, Deutschland, Dänemark und Schweden waren die nächsten, die den Feiertag der Demonstrationen im Jahr 1911 ehrten. Sechs Jahre später wurde der Tag durch die riesigen Demos seitens russischer Frauen zum Feiertag ernannt. Bis heute wird der Tag in mehr als 100 Ländern gefeiert!

  [6]

 

Ich persönlich gehe nicht auf die Straße und protestiere nicht, aber dafür setze ich mich in persönlichen Gesprächen mit den Problemen auseinander. Der Beginn ist immer schwierig, aber es lohnt sich meistens. Einige (wie ich) schreiben Artikel, sprechen die Probleme an, rebellieren oder streiten sogar. Wenn das der Weg zum Erfolg ist, dann gehe ich ihn an! ­

Mach du auch mit!

 

Desislava Manolova

 

[1] Online unter: https://www.dwds.de/d/wb-dwdswb.

[2] Sill, Tamara: https://www.news.at/a/feminismus-8022637.

[3] Mehr unter: https://ooe.arbeiterkammer.at/interessenvertretung/frauen/internationaler_frauentag/Geschichte_des_Internationales_Frauentags.html.

[4] Bitte beachten, dass die ersten Jahre der WomAn’s Tag gefeiert wurde und erst 1945 auf die plurale Bezeichnung „WomEn’s Day“ geändert wurde.

[5] In University of Chicago: https://iwd.uchicago.edu/page/international-womens-day-history#1909%20The%20First%20National%20Woman’s%20Day%20in%20the%20US

[6] Vgl. University of Chicago

FCG-Jugend rettet Jugendvertrauensrat

Die Bundesregierung wird den Jugendvertrauensrat (JVR) in den Betrieben doch nicht abschaffen. Über ein Jahr führte die Junge Christgewerkschaft intensive Gespräche mit den Entscheidungsträgern auf Bundesebene, jetzt wird dieser Punkt aus dem Regierungsprogramm genommen. Die zahlreichen Gesprächsrunden fanden unter der Leitung von FCG-Jugend-Bundesvorsitzenden Thomas Rack und FCG-Jugend-Generalsekretär Denis Strieder statt. Die Anlaufstelle für Jugendliche in den Betrieben bleibt somit erhalten.

FCGJ-Vorsitzender Thomas Rack und Bundeskanzler Sebastian Kurz (BKA)

„Jugendvertrauensräte nehmen als gesetzlich geregelte Vertretung eine wesentliche Vermittlungsrolle zwischen den Lehrlingen und den Arbeitgebern. Es freut uns, dass wir nach intensiven Gesprächen zwischen der FCG-Jugend und Regierungsvertretern die Abschaffung abwenden und die Bundesregierung von der Wichtigkeit dieser Anlaufstelle überzeugen konnten. Der unermüdliche Einsatz bei unzähligen Terminen hat sich bezahlt gemacht. Ein besonderer Dank gilt auch dem ÖAAB und der Jungen ÖVP für deren Unterstützung in dieser wichtigen Angelegenheit“, freuen sich FCG-Jugend-Bundesvorsitzender Thomas Rack und FCG-Jugend-Generalsekretär Denis Strieder. Ab fünf Jugendlichen im Betrieb ist eine JVR-Wahl möglich. Unter der Leitung des Bundesvorsitzenden Thomas Rack wurden im vergangenen Jahr wurden etwa intensive Gespräche mit dem Bundeskanzleramt, dem Vizekanzleramt, zuständigen Ministerien, der Wirtschaftskammer sowie weiteren Regierungsvertretern geführt. Neben dem Erhalt der Schnittstelle wird auch das Wahlalter bei den Betriebsratswahlen von 16 auf 14 gesenkt, womit die Jugend künftig auch mehr Mitspracherecht erhalten wird.

Gewerkschaft? Was soll das heißen?

Du bist Mitglied einer Gewerkschaft? Und was soll das genau heißen? Was macht ihr da genau? Das ist doch sehr kompliziert oder? 

Das sind einige Fragen, die mir oft gestellt werden, wenn ich den Leuten von  der FCG erzähle. 

Eine Gewerkschaft ist eine Organisation/Vereinigung, die von arbeitenden (meistens unselbständigen)  Menschen (Arbeitnehmern) gegründet wird, um ihre Interessen zu vertreten. Im Falle einer schlechten Behandlung nehmen sie ihre Probleme/Wünsche/Beschwerden ernst  und kämpfen dafür. 

Stellen wir uns folgende Situation vor: 

> Man arbeitet tagtäglich und viel, trotzdem wird man schlecht behandelt, vielleicht sogar diskriminiert;

> oder man bemerkt, dass eine Unterbezahlung vorliegt;

> die Überstunden werden nicht bezahlt; 

> die Pausen nicht eingehalten

> und noch andere…  

Was ist wenn einen die Grippe erwischt? Dauert der Krankenstand länger an als erwartet, so kann es sein, dass die Kündigung im Postfach gefunden wird? Auf einmal wird man „bestraft“, dass man krank geworden ist? Keine Angst, man darf sich nicht einschüchtern lassen, das ist grundsätzlich kein Kündigungsgrund. 

Man soll seine Rechte kennen und wissen, wie man in ungünstigen Situationen handeln soll. Zur Hilfe kann man sich an die Gewerkschaften wenden. Wie viele Menschen wissen nicht welche Rechte sie haben, weshalb sie  von den Arbeitgebern regelmäßig benutzt, unter Druck gesetzt und angelogen werden? Deswegen sollte man ein Zeichen setzen und NEIN sagen! 

Eine Gruppe ist viel stärker als eine Einzelperson, sie kann mehr bewirken. Es ist erwiesen, dass der Zusammenhalt in einer Gruppe von großer Bedeutung ist, weil davon die Leistungen abhängen. Ist es nicht schön zu wissen, dass es sehr viele Menschen gibt, die eure Meinung vertreten und sich für eure Rechte einsetzen?!? 

Habt ihr gewusst, dass der erste Streik der Welt schon lange her liegt? Das war nämlich vor etwa 4000 Jahren als ägyptische Maurer ihre Kellen niederlegten und mehr Brot für ihre Arbeit forderten. Noch damals hat man sich Gedanken über die unfaire Anzahl der Brotstücke gemacht.

In der heutigen demokratischen Gesellschaft finden überall auf der Welt fast jeden Tag Proteste statt. Nichtsdestotrotz bleiben einige ohne Ergebnisse. Eine Gewerkschaft aber kümmert sich genau darum, dass Wünsche gehört und umgesetzt werden.

Wisst ihr, dass die Vertreter der Gewerkschaften unsere Löhne in den Kollektivverträgen ausverhandeln? Dank dieser Menschen bekommt man einen Zuschuss oder eine Lohnerhöhung. 

Ich habe mich entschieden in einer Gewerkschaft aktiv zu werden und zwar in der FCG, weil sie mir das Gefühl gibt, etwas verändern zu können. Ich will, dass die Arbeit Spaß macht und keine Last wird. Werde auch DU ein Teil unserer Gewerkschaft und sei Teil der Veränderung! 

 

Vielen Dank an unsere Desislava Manolova für diesen tollen Beitrag! 😉

 

Literaturhinweise:

[1]Helle, Anke: „Was ist eine Gewerkschaft?“ in Focus-Schule, Nr.3 aus 2008, online abrufbar unter: https://www.focus.de/familie/wissenstest/lernatlas/was-ist-eine-gewerkschaft-politik_id_2344125.html

[1]Mehr darüber: Manolova, Desislava: „Die Arbeit – Spaß oder Last?, online abrufbar unter:  http://www.europeneedsyou.eu/2017/09/04/die-arbeit-spass-oder-last/

FCG Jugend befürwortet nachhaltiges und soziales Doppelbudget ohne Schulden

Im neuen Budget sind wichtige Entlastungen der Steuerzahler enthalten und eine nachhaltige Sicherung des Sozialstaates, ohne den Schuldenrucksack der nächsten Generation zu vergrößern.

Vor allem die Ausbildungsgarantie und die neuen Qualifizierungsprogramme werden als wichtige Schritte erachtet.

„Die neue Regierung beweist, dass ein nachhaltiges und soziales Doppelbudget auch ohne neue Schulden auf Kosten der jungen Generation möglich ist.

Der neue Kurs unterstützt auch aktiv den Breitbandausbau, die Schaffung von echten Jobs statt von Scheinarbeitsplätzen und der visionslosen Verwaltung von Arbeitslosigkeit.

Mit der Ausbildungsgarantie und mehr Erwachsenenbildung wird der Arbeitsmarkt zukunftsfitter gestaltet“, hält Thomas Rack, der Bundesvorsitzende der FCG-Jugend, fest.

 

„Umwelt 4.0 – Arbeit für eine nachhaltige Zukunft“ – #Umwelt #Zukunft #Arbeit #Nachhaltigkeit

„Mit der Kampagne „Umwelt 4.0“ wollen wir ein klares Plädoyer für den Erhalt unserer Umwelt abgeben und zeigen welche Möglichkeiten in diesem zukunftsträchtigen Bereich schlummern. Es geht hier um die Frage, in welcher Welt wir leben und in welcher Welt wir unsere Kinder aufziehen wollen. Deshalb ist „Umwelt 4.0“ ein starkes Signal für den Erhalt unserer Lebensgrundlage, einer intakten Umwelt. Neben den umweltpolitischen Notwendigkeiten – Stichwort Klimawandel, Ressourcenverknappung, Verschmutzung von Luft, Boden und Wasser und der steigenden Zahl von Klimaflüchtlingen – ist es an der Zeit hier Maßnahmen im Sinne der Umwelt zu setzen.

Mit der Kampagne „Umwelt 4.0“ wollen wir ein klares Plädoyer für den Erhalt unserer Umwelt abgeben und zeigen, welche Möglichkeiten in diesem zukunftsträchtigen Bereich schlummern. Es geht hier um die Frage, in welcher Welt wir leben und in welcher Welt wir unsere Kinder aufziehen wollen. Deshalb ist „Umwelt 4.0“ ein starkes Signal für den Erhalt unserer Lebensgrundlage, einer intakten Umwelt,“ erklärt FCGJ-Bundesvorsitzender und Vater eines jungen Kindes, Thomas Rack, die zugrundeliegende Motivation für die aktuelle Kampagne.

„Neben der digitalen Revolution stellen die Herausforderungen im Umweltbereich die größten und wichtigsten Umbrüche für die Menschheit im 21. Jahrhundert dar. Die Kampagne setzt den Fokus auf Energie, Landwirtschaft, neue Arbeitsplätze und den Schutz der Umwelt,“ fasst FCGJ-Generalsekretär Denis Strieder die wichtigsten Punkte zusammen und stellt zudem klar: „Früher waren Ökologie und Ökonomie oft unvereinbar, weil sie unterschiedliche Zielsetzungen verfolgten. In Zukunft wird es hingegen möglich sein, durch neue Technologien, umweltpolitische und wirtschaftliche Interessen zu vereinen. Genau das muss unsere Zielsetzung sein: durch saubere Energiegewinnung, Innovationen in der Landwirtschaft, der Entstehung neuer Arbeitsplätze im Umweltsektor und engagiertem Umweltschutz einen neuen Schritt in der menschlichen Entwicklung zu setzen.“

„Wir sind exporttechnisch im Umwelttechnikbereich an der Weltspitze und gleichzeitig ist in diesem Sektor, hinsichtlich der Entstehung neuer Arbeitsplätze, noch viel Luft nach oben. Experten gehen von bis zu 100.000 neuer Stellen in den kommenden Jahren aus. Im Ausbildungsbereich tut sich ebenfalls Einiges, neue Berufsbilder entstehen und bestehende Berufe werden an die veränderten Gegebenheiten angepasst und mittlerweile können junge Erwachsene auch ein „Freiwilliges Umweltjahr“ absolvieren“, betont Strieder optimistisch.

„Umweltschutz und die Sicherung unseres Wohlstandes sollen nach unserem Verständnis Hand in Hand gehen. Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass uns das hierzulande gelingen wird, sofern wir die Zeichen der Zeit erkennen und jetzt die richtigen Weichen legen. Wir wollen gemeinsam mit all unseren Mitstreiterinnen und Mitstreitern Österreich und Europa zur saubersten Region der Welt machen, in denen Umweltschutz von „klein auf“ gelebt wird und durch sinnvolle politische Instrumente gefördert wird,“ zeichnet Rack die angestrebte Richtung auf.

„Ein großes Lob möchten wir der Bundesregierung, besonders der zuständigen Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, für die klima- und umweltpolitischen Zielvorgaben ausrichten. Ihre Initiative auf europäischer Ebene mehr EU-Mittel für den Klima- und Umweltschutz bereitzustellen und der Teilnahme Österreichs am Projekt „green growth“, das Umwelttechnologien und nachhaltiges Wachstum fördern soll, sind wichtige Schritte in die richtige Richtung.

Insgesamt hat Österreich mit der Zielvorgabe des Umstieges auf Erneuerbare Energien bis 2030 und einem klaren Nein zur Atomenergie in Europa eine verantwortungsbewusste Position eingenommen, die wir vollends unterstützen und unseren Beitrag zur Erreichung unserer nationalen und europäischen Ziele leisten wollen, um Österreich auf die umweltpolitische Überholspur zu bringen – bei gleichzeitiger Sicherung unseres Wohlstandes und dem Ausbau unserer umwelttechnischen Exportquote,“ halten Rack und Strieder abschließend fest.

Begriffserklärung:

Warum Umwelt 4.0?

Mit dem Titel der Kampagne wollen wir aufzeigen, dass der digitale Wandel in den Bereichen Umwelt und Landwirtschaft zu enormen Fortschritten führt. Wir sehen in den Bereichen Umwelttechnik, Umweltschutz und Landwirtschaft ein enormes Potential für Österreich und Europa.

Produktionsprozesse steuern sich teilweise selbst, Maschinen kommunizieren untereinander und dank schneller und moderner Datenverarbeitung kann beispielsweise auf dem Feld exakt so viel gedüngt werden, wie benötigt wird. Diese neuen Technologien führen zu neuen Möglichkeiten im Sinne des Umwelt- und Tierschutzes sowie einer gesamten nachhaltigen Entwicklung. Allerdings müssen wir darauf achten, dass hier keine Monopole entstehen, die zu besorgniserregenden Abhängigkeiten führen könnten. Die Fortschritte der Digitalisierung müssen allen zu Gute kommen, allen voran dem Schutz unserer Umwelt.

Zusätzlich soll der Zusatz „4.0“ einen Konnex zu unserer 2016 veröffentlichten Kampagne „Arbeit 4.0 – Digitalisierung der Arbeitswelt“ herstellen, da wir die digitale Revolution als einen umfassenden Prozess verstehen, der viele unserer Lebensbereiche grundlegend verändert.

 

 

„Lehre mit Matura“ – ein Erfolgsmodell oder reformbedürftig?

Seit dem Jahr 2008 ist es in Österreich möglich die „Lehre mit Matura“ zu absolvieren.

Dies bedeutet Vorbereitungskurse für die Berufsreifeprüfung schon während der Lehre besuchen zu können. Drei Teilprüfungen können in der Ausbildung absolviert werden, die vierte Teilprüfung mit dem 19. Lebensjahr.

Die Vorbereitungslehrgänge werden in der Freizeit (außerhalb der Berufsschulzeit) angeboten. Es unterrichten Lehrerinnen und Lehrer aus dem AHS- oder BHS-Bereich. Die „Lehre mit Matura“ ist sowohl für Lehrbetriebe als auch für Lehrlinge von Vorteil. Während Lehrbetriebe von einer besseren Ausbildung der Lehrlinge profitieren, haben Lehrlinge durch einen höheren Ausbildungsabschluss auch in Zukunft bessere Chancen für Weiterbildungen oder ein Studium.

Sieht man sich jedoch die Zahlen im Detail an, muss man sich die Frage stellen, ob diese Ausbildungsvariante nicht analysiert und zu Gunsten der Lehrlinge verbessert werden muss?

Oberösterreich bildet mit Abstand die meisten Lehrlinge in Österreich aus. Sieht man sich dieses Bundesland genauer an, ergibt sich folgendes Bild:

Zu Beginn der Ausbildung „Lehre mit Matura“ im Jahr 2008 haben sich bis zum Stichtag (15. November 2015) insgesamt 10.291 Lehrlinge für diese Ausbildungsvariante angemeldet und diese begonnen.

Im gleichen Zeitraum haben sich jedoch 4.044 Lehrlinge entschieden die Vorbereitungskurse zu beenden. Von den verbliebenen 6.247 Lehrlingen haben lediglich 758 diese Ausbildungsvariante positiv abgeschlossen.

Weiters ist anzumerken, dass viele Lehrlinge aus Gründen wie dem Präsenz- bzw. Zivildienst oder aufgrund von Karenz (Mutterschutzgesetz 1979 bzw. Väter-Karenzgesetz 1989) diese Ausbildungsvariante unterbrechen.

Natürlich muss auch die Mehrfachbelastung berücksichtigt werden. Lehrlinge arbeiten im Betrieb, besuchen die Berufsschule und zwei Abende pro Woche die Vorbereitungskurse. Dies kann gerade für junge Menschen zu einer enormen Überbelastung und folglich zum Scheitern der Ausbildung führen.

Daher fordert die FCG-Jugend eine Evaluierung der Ausbildungsvariante „Lehre mit Matura“, um die Zahl der Abschlüsse zu erhöhen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass keine Überbelastung der Lehrlinge entsteht – im Sinne der Lehrlinge und ihrer Ausbildungsbetriebe.

 

FCG-Jugend: Jugendorganisationen müssen an einem Strang ziehen! Lehrlinge müssen fit für die Arbeitswelt 4.0 gemacht werden

Die FCG-Jugend fordert schon lange, dass die Meisterprüfung einem akademischen Abschluss gleichgesetzt wird“, dass darüber jetzt diskutiert wird, sieht der Bundesvorsitzende der FCG-Jugend, Thomas Rack, sehr positiv. Passend dazu solle man auch die Einführung eines Stipendien-Systems für die Meisterprüfung, wie es die Junge ÖVP fordert, überlegen. Denn während studieren in Österreich in den meisten Fällen kostenlos sei, sei der Weg zur Meisterprüfung für Facharbeiter mit hohen Kosten verbunden, so Rack weiter, der die Ideen der Jungen ÖVP zum Thema Lehre durchwegs interessant findet.

„Die Nachfrage nach Lehrlingen und Absolventen technischer Ausbildungen wird in den kommenden Jahren deutlich steigen. Die Zahl der Lehrlinge ist allerdings rückläufig, daher braucht es jetzt neue Ideen für die Lehre. Eine Idee wäre hier das „Lehrlingssplitting“, dass die Junge ÖVP vorgestellt hat, welches gerade für kleine Betriebe eine gute Möglichkeit bietet einen Lehrling auszubilden. Und diese Ausbildung – egal in welcher Form – braucht eine gute Qualität. Durch Kompetenzchecks während der Lehre erkennt man Stärken und Schwächen des Lehrlings und kann entsprechend fördern“, sieht Rack viele gute Ideen rund um die Lehre am Tisch liegen, die rasch umgesetzt werden sollten.

„Die Digitalisierung wird auch die Lehre treffen und wir werden in den nächsten Jahren die Berufsbilder im Detail analysieren und auf ihre Tauglichkeit für die Arbeitswelt 4.0 überprüfen müssen. Wir haben jetzt Handlungsbedarf und neben dem technischen Wandel in der Lehre muss diese deutlich internationaler werden. Auch für Lehrlinge soll ein Auslandsaufenthalt selbstverständlich sein, weshalb das Erasmus+-Programm bekannter werden muss. Denn, den Lehrlingen soll klar sein, dass eine Bereitschaft zur Mobilität die Zukunftschancen deutlich erhöht“, so Denis Strieder, Generalsekretär der FCG-Jugend.

Besonders hervorheben möchte Strieder die gute Zusammenarbeit mit der Jungen ÖVP in Lehrlingsfragen: „Die Arbeitswelt steht vor großen Veränderungen und hier ist es absolut notwendig, dass die Jugendorganisationen im Interesse der jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an einem Strang ziehen.“

Weg mit den Internatskosten für Lehrlinge!

Die FCG-Jugend setzt sich für die Entlastung der Lehrlinge ein und hat sich an der erfolgreichen landesweiten Kampagne zur Abschaffung der Internatskosten beteiligt. Wir wollen aber nicht, dass auf dem Rücken der Lehrlinge Wahlkampf betrieben wird. Die Übernahme der Internatskosten ist für uns so wichtig, dass wir eine ordentliche Lösung wollen.

Wir wollen, dass im Parlament ein Gesetz bzw. eine Gesetzesänderung beschlossen wird, die auch wirklich hält. Die Lehrlinge sollen sich wirklich sicher sein können, dass die Internatskosten durch die öffentliche Hand oder durch den Ausbildungsbetrieb übernommen werden.

Eine ordentliche Lösung braucht eine gewisse Vorlaufzeit für eine sozialpartnerschaftliche Einigung im Sinne der Lehrlinge und keine Husch-Pfusch-Aktion drei Tage vor der Nationalratswahl.

Hintergrund:

Die ÖGJ fordert die Übernahme der Internatskosten schon sehr lange und übergab am Mittwoch, dem 4. Oktober 2017, vor der Sondersitzung des Nationalrats rund 18.000 Unterschriften an Sozialminister Alois Stöger.

Im Parlament wurde am 4. Oktober 2017 einem Fristsetzungsantrag zugestimmt, der am 12. Oktober 2017 zu einer Abstimmung bezüglich der Übernahme der Lehrlingskosten durch den „Insolvenz-Entgelt-Sicherungs-Fonds“ führen wird.

Der Antrag wurde von der SPÖ eingebracht, im Wahlprogramm der ÖVP steht ebenfalls die Unterstützung der Lehrlinge bei den Internatskosten drinnen, der Unterschied der beiden Herangehensweisen besteht in den Formalitäten.

Die Neue Volkspartei hat sich dagegen ausgesprochen weitere Budgetmittel vor der nächsten Legislaturperiode zu binden, weil dies in der Vergangenheit, beispielsweise im Jahre 2008, zu enormen Ausgaben und einer weiter steigenden Staatsverschuldung geführt hat. Dieses Argument können wir mit Blick auf die Vergangenheit sehr gut nachvollziehen und sprechen uns für eine ordentliche Lösung zu Beginn der nächsten Legislaturperiode aus.

Als FCG Jugend ist für uns besonders wichtig, dass die Internatskosten der Lehrlinge künftig übernommen werden und das es sich hierbei um eine felsenfeste Lösung im Sinne der Lehrlinge handelt.

 

Mach mit bei unserem GEWINNSPIEL auf Facebook!

Anlässlich des internationalen Tages der Jugend am 12. August 2017, verlosen wir unter allen Teilnehmern ein professionelles Foto-Shooting für deine perfekten Karriere-Fotos im exklusiven Fotostudio Weinwurm!

Stimme ab auf unserer Facebook-Seite welche österreichischen Sportlerinnen oder Sportler dich in den letzten Monaten am meisten beeindruckt haben bzw. hat!

Zur Auswahl stehen das Fussball-Damen-Nationalteam, Tennis-Star Dominic Thiem oder das Beachvolleyball-Nationalteam der Herren.

Wie kannst du mitmachen?

Ganz einfach:

Folge dem Link oder besuche uns auf https://www.facebook.com/fcgjugend/

1. Like unsere Facebook-Seite 

2. Beantworte die Gewinnspiel-Frage mittels „Like“ oder passendem „Emoji“ 

Teilnahmeschluss ist der 14. August 2017 um 23:59

Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern verlosen wir am 15. August 2017 deine perfekten „Karriere-Fotos“ im Fotostudio Weinwurm. Genauere Infos zu den Fotos findest du hier.

 

 

Sehr prekäre Situation am Wohnungsmarkt für junge Menschen!

Leider wird der erste Schritt in ein selbständiges Leben für junge Menschen immer schwieriger.

Wie eine Untersuchung des WIFO anhand von Mikrozensus-Daten zeigt, erhöhten sich die Bestandmieten für Hauptmietwohnungen privater Eigentümer seit 2005 stärker als jene für Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen. Die Mietpreissteigerungen lagen auch deutlich über dem Anstieg des allgemeinen Preisniveaus und der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte.

Lagen die durchschnittlichen Wohnungskosten in Österreich pro Quadratmeter 2005 noch bei 5,30 Euro haben sie im Jahr 2016 schon 7,40 € betragen. Dies ergibt im Durchschnitt eine Erhöhung von 2,10 Euro pro Quadratmeter. Bedeutet wenn man eine 2 Zimmer Wohnung mit 60 m2 hat, einen Anstieg von 126 Euro monatlich. Die Quadratmeterpreise variieren natürlich zusätzlich noch abhängig von Lage, Anbindung an den öffentlichen Verkehr und vielen weiteren Faktoren.
In Wien zum Beispiel liegen die Mietpreise pro Quadratmeter zwischen 10 und 20 Euro.

Dies stellt natürlich gerade für junge Menschen als auch für Jungfamilien eine große finanzielle Belastung dar. In manchen Fällen ist es leider auch nicht möglich, denn zu den Mietkosten kommen natürlich noch weitere Ausgaben für das tägliche Leben. Ein Faktor ist natürlich in vielen Fällen, die längere Schulausbildung. Während man vor einigen Jahren schneller in das Berufsleben eingestiegen ist, verschiebt sich dies immer weiter nach hinten. Somit wird es durch einen späteren Einstieg in das Berufsleben auch schwieriger bis unmöglich, sich mit Eigenmitteln ein eigenes Zuhause zu schaffen.

Deswegen muss die Politik, dieser Entwicklung rasch entgegensteuern, um auch jungen Menschen wieder den Einstieg in ein selbstständiges Leben zu erleichtern. Bei solch hohen Mietpreisen ist die Gefahr einer eventuellen Überschuldung durch Kredite, Mietrückstände etc. leider sehr hoch und oft nicht mehr leistbar. Nicht jeder junge Mensch hat im Hintergrund ein gut situiertes Elternhaus welches im Notfall unterstützend eingreifen kann. Deswegen fordern wir als FCG-Jugend eine Trendkehr hin zu einem Wohnen, welches wieder für jede Altersgruppe leistbar ist so Thomas Rack, Bundesvorsitzender der FCG-Jugend